Die Steuerung Ihrer LED-Videowand
Eine LED-Wand liefert nur so viel Bildqualität, wie die Technik dahinter zulässt. Drei Komponenten bestimmen gemeinsam, wie gut Ihr Bild ankommt und wie einfach Sie es bespielen: Controller, Videoprozessor und Mediaplayer. Dieser Ratgeber erklärt, was jede Komponente leistet, wann Sie sie benötigen und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Drei Komponenten
Was jede Komponente leistet
Controller (Sending Box)
Der Controller ist die Schnittstelle zwischen Ihrer Videoquelle und den LED-Modulen: Er übersetzt das digitale Signal in ein Format, das die Wand verarbeiten kann.
Worauf achten? Die Pixel-Kapazität des Controllers muss die Gesamtauflösung Ihrer Wand abdecken – je nach Modell reicht die Spanne von rund 1,3 bis 8,8 Millionen Pixel. Prüfen Sie zusätzlich die Kompatibilität mit den in der Wand verbauten Receiving Cards, etwa von Novastar oder Colorlight.
Wann unverzichtbar? Immer – ohne Controller erreicht kein Bildsignal die Wand. Die eigentliche Frage ist, ob ein reiner Controller genügt oder ob Sie eine Komponente mit Zusatzfunktionen brauchen.
Videoprozessor
Ein Videoprozessor wird benötigt, wenn Sie mehrere Quellen kombinieren, Bilder skalieren oder nahtlos zwischen Inhalten umschalten möchten.
Worauf achten? Wichtig sind die unterstützten Eingänge (HDMI, SDI, DisplayPort), die Anzahl gleichzeitig darstellbarer Bildebenen (Layer beziehungsweise Picture-in-Picture) und die Latenz bei Live-Anwendungen.
Wann unverzichtbar? Wenn die Auflösung Ihrer Videoquelle nicht exakt der nativen Auflösung der Wand entspricht, oder wenn Sie Picture-in-Picture-Effekte und Live-Einspeisungen planen – etwa bei Bühnenproduktionen oder Präsentationen mit mehreren Zuspielern.
Mediaplayer
Der Mediaplayer speichert und startet Ihre Inhalte. Die Bandbreite reicht vom einfachen USB-Stick-Player bis zum leistungsstarken Server für komplexe Animationen.
Worauf achten? Klären Sie, ob eine cloudbasierte Fernsteuerung ausreicht oder ob Sie einen dedizierten Server für hohe Leistungsanforderungen benötigen. Bei mehreren Standorten lohnt sich eine zentrale Verwaltungsplattform.
Wann unverzichtbar? Bei wiederkehrender oder fernsteuerbarer Bespielung – etwa Digital Signage, Filialnetzwerken oder Installationen ohne festen Techniker vor Ort.
Auswahl-Checkliste
Vier Fragen vor der Entscheidung
- Auflösung: Passt die Hardware zu Full-HD, 4K oder Sonderformaten?
- Anschlüsse: Sind genügend Eingänge für alle Zuspielgeräte vorhanden?
- Bedienkomfort: Reicht eine Plug-and-Play-Lösung oder wird eine professionelle Event-Steuerung benötigt?
- Zukunftssicherheit: Lässt sich das System erweitern, falls die Wand später wächst?
Modellübersicht
Welches Modell für welche Wand
Wir arbeiten mit der Steuerungstechnik von Novastar. Die Pixel-Kapazität sagt, wie viele Bildpunkte ein Gerät versorgt – eine Wand von 4 × 2,25 m mit P2,6 hat zum Beispiel rund 1,3 Millionen Pixel.
| Modell | Pixel-Kapazität | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| MCTRL300 | bis 1,3 Mio. Pixel | Standard-Festinstallationen, einfache Werbedisplays |
| MCTRL600 / MCTRL660 / MCTRL4K | 2,3 / 2,3 / 8,8 Mio. Pixel | Größere Festinstallationen bis 4K; MCTRL660 mit Display zur Einrichtung ohne PC |
| Taurus TB-Serie (TB30–TB60) | 0,65–2,3 Mio. Pixel | Digital Signage, Retail, Außenwerbung mit WLAN/4G |
| VX-Serie (VX400–VX16s) | 2,6–10,4 Mio. Pixel | Live-Events, Bühnen, mehrere Videoquellen gleichzeitig |
| TU15 Pro | vom Hersteller nicht beziffert | Konferenzräume, interaktive Wände |
| NovaPro HD | vom Hersteller nicht beziffert | Broadcast, TV-Studios, Großveranstaltungen |
Die Modellfamilien im Überblick
MCTRL300 ist ein reiner Controller ohne Zusatzfunktionen und deckt Standardanwendungen ab, bei denen eine stabile Bildübertragung im Vordergrund steht.
Taurus TB-Serie vereint Controller und Mediaplayer in einem Gerät. Die Modelle lassen sich über WLAN, Ethernet oder – mit 4G-Modul – auch mobil ansteuern und über eine Cloud-Plattform zentral verwalten, etwa für Filialnetzwerke.
VX-Serie kombiniert Videoprozessor und Sendekarte in einem Gehäuse und richtet sich an Anwendungen mit mehreren Live-Quellen, etwa Kamerabildern bei Konzerten oder Präsentationen auf Messen.
TU15 Pro integriert ein vollständiges Betriebssystem direkt in die Steuerungseinheit und eignet sich für Konferenzräume, in denen Inhalte ohne externen PC direkt von der Wand aus bedient werden sollen.
NovaPro HD ist auf breite Signalvielfalt und Broadcast-Anforderungen ausgelegt und bietet Schnittstellen zur Synchronisation mit anderer Veranstaltungstechnik.
Zubehör
Ein Lichtsensor misst die Umgebungshelligkeit und passt die Displayhelligkeit automatisch an – sinnvoll für Außeneinsätze oder Schaufenster mit wechselndem Tageslicht. Ein 4G-Modul ermöglicht den Betrieb an Standorten ohne festes Kabelnetz und erlaubt die Fernsteuerung über eine Cloud-Plattform.
Alle Modelle und Kennwerte finden Sie in der Controller-Übersicht (PDF) im Support-Bereich.
Nächste Schritte
Wie es weitergeht.
Software und Handbücher
Downloads für Controller und Mediaplayer, dazu die FAQ.
Festinstallation Indoor
Für Digital Signage im Raum: die MAX-Serie mit Raster, Formaten und Technikdaten.
Live-Events
Für Bühne und Messe: das Verleihsystem mit Videoprozessor und Zubehör.